Mittwoch, 5. März 2014

Auf dem Nachhauseweg!

King Shaka International Airport in Durban, jetzt werde ich einen Tag reisen, damit ich wieder nach Hause kommen! Wenn es doch nicht so weit wäre!

 
In einer halben Stunde geht es los nach Johannesburg. Von dort fliege ich um 20:15 nach London und von London fliege ich dann nach Hamburg wo ich dann um 10:00 ankomme. Meine Liebe Josie holt mich dann ab und fährt mich nach Osnabrück. 

Über den Wolken ..... Da fällt mir immer Reinhard Mays Lied ein! 


Eigentlich finde ich fliegen schön, aber ....

wenn es so wackelig wird mag ich es gar nicht!


Das strahlende Blau des Himmels überrascht mich immer wieder aufs Neue! Die Schattierungen von fast königsblau bis hin zu einem ganzen hellen, fast verwaschenem aquarellblau finde ich einfach wunderschön!

In Johannesburg habe ich mich noch mit einem Zamo getroffen, einer der Musiker, die ich in Durban kennengelernt habe. Langsam werden die Flughäfen zu meinem neuen Meetingpoint, eine gute Art die Wartezeit auf den Flughäfen zu überbrücken Und Freunde aus aller Welt zu treffen.

Natürlich musste ich noch kurz in Johannesburg Or Tambo Airport noch kurz in den out of africa shop.

Auch hier stand eine lebensgroße Perlenfigur von Mandela oder Tata wie er hier liebevoll genannt wird.


Diese Puppen sind eine typische Handarbeit der Zulus. Und das Gute an diesem Shop ist, dass die Erträge an die Handwerker direkt weitergeleitet werden.


So, auf geht's nach London!


In London angekommen bin ich erst einmal gestrandet. Mit der ganzen Uhr hin- und herstellerei habe ich mich um eine Stunde vertan und meinen Flug nach Hamburg verpasst. So ein Sch... Und sie haben mich auch nicht ausgerufen. Ich hätte heulen können.

Jetzt werde ich erst um 13:40 in Hamburg sein und alle müssen auf mich warten. Sorry!!!

Aber der nette Mann am BA Schalter hat mich auf den frühst möglichen Flug gebucht, obwohl mein Billigticket das gar nicht hergab! Dafür hat er eine dicke Umarmung und ein Küsschen auf die Wange bekommen. Es gibt ja echt noch nette Menschen!!!!! Danke nochmal dafür!


Den Flug werde ich nicht verpassen!!!

Finally I,m at home now!!!!



Dienstag, 4. März 2014

Goodbye Durban

Morgen geht's nach 5 kurzen Wochen zurück in die Heimat! Die Zeit hier ist wie im Fluge vorbei gerauscht und ich werde zu Hause bestimmt einige Zeit brauchen, um wieder anzukommen. Ich habe so viel Neues erlebt, gelernt und werde Donnerstag aus dem Sommer in dem Winter/Frühling landen.

In Durban regnet es seit gestern, das macht mir den Abschied etwas leichter. Die meisten meiner liebgewonnenen Leute sind auch unterwegs, also ist der Abschied nicht ganz so schwer.

Es gab noch eine kleine Grillparty am Samstag und ich habe die letzten Tage noch tollen afrikanischen Jazz genießen können, war am Sonntag in einer tollen Szenekneipe "The Rainbow". Sie hieß schon so bevor Südafrika zur Regenbogennation erklärt wurde! Und hier ist wirklich Rainbow, Schwarze, Weiße, alles durcheinander, von Apartheit keine Spur (was hier immer noch nicht überall selbstverständlich ist!) Sie ist auch noch im Originalzustand wie zu der Zeit, als sie eröffnet wurde. 


Es gab leckeres Essen und der Laden war kurz vor Beginn des Konzertes gerammelt voll. 


In der Pause konnte man draußen sitzen und seinen Spaß haben.


Den Auftakt machte ein Musiker mit einem interessanten Saiteninstrument, dass auch teilweise mit dem Mund gespielt wird. Wenn jemand weiß was das für ein Instrument ist, klärt mich bitte auf.


Viellecht eine Goge oder eine Kora? Und der Mund war beim Spielen auch manchmal an der Saite.

Die Saite wird auf jeden Fall durch Spannen gestimmt!

Ansonsten genieße ich, soweit der Regen es zulässt, den Strand, die Cafes am Strand, die Bettler nicht ganz so sehr, das hat gestern ein bisschen Überhand genommen:


Einer bietet mir etwas Geflochtenes an, als Gegenleistung fürs Betteln.

 
Ein anderer Gehörloser will mir das Fingeralphabet für 20 Rand verkaufen (Mädels, was hat eure Mutter wohl gemacht?) Ein Inder wollte mir sogar seine ganze Lebensgeschichte erzählen und nicht zu vergessen, all die selbsternannten Parkplatzwächter, die mir übereifrig beim Ein- und Ausparken und Autobewachen behilflich sind! Manchmal nervt es!!


Das Moses Mahbida von der Wasserseite.

Ich gehe schön brav zur Wassergymnastik, obwohl wir gestern einfach um 9:30 raus geschmissen wurden, da der Pool gereinigt wurde! Aber Marty ist da ganz flexibel und macht dann einfach den Rest der Stunde Joga auf dem Rasen mit uns weiter. Nebenbei bekommen wir dann noch eine Aufgabe von ihr für den Rest der Woche: 

Wir sollen uns selber lieben, uns hinstellen und es sagen. :-)

Ihr seht, ich habe mich hier schon fast ein wenig häuslich nieder gelassen, mal schauen, wie lange es mich zu Hause hält!

Was habe ich gelernt?

1. "GZSZ" ist ganz leicht ersetzbar durch "My Generations"!

2. Autofahren auf der "falschen" Straßenseite kann Spaß machen!

3. Passionfruit Smoothie ist mir zu süß! Aber lecker!

4. Ich vermisse schon jetzt meine frische Mango mit Jogurt am Morgen!





Samstag, 1. März 2014

S'fundimvelo macht Photosynthese in der Nähe von Giants Castle

Jetzt habe ich endlich Susan kennengelernt. Susan unterrichtet die Lehrer, die am S'fundimvelo Programm teilnehmen. In der 6. Klasse steht Photosynthese im Curriculum der Schulen. Die Lehrer der ländlichen Schulen haben teilweise überhaupt keine Lehrerausbildung und daher auch relativ wenig Ahnung von dem was sie unterrichten. Das konnte man bei leichten Nachfragen von Susan an die Lehrer schnell mitbekommen. So hat sie versucht eine Art Lehrerheft herzustellen, in denen den Kollegen dann zum Beispiel kleine Versuche und deren Durchführung zur Photosynthese gezeigt werden. 


In den ländlichen Schulen werden die Schüler meistens so unterrichtet: Der Lehrer gibt den Schülern etwas vor, alle Schüler gemeinsam sprechen es nach und lernen es mit der Zeit auswendig. Im Hirn drin ist es dann aber lange noch nicht.

Eigentlich ist es nicht die Aufgabe von S'fundimvelo die Lehrer fortzubilden, da aber der Staat nicht dafür sorgt, hat Susan sich dieser Aufgabe angenommen. Ich kann das nur bewundern. Und die Lehrer, die daran teilnehmen sind sehr dankbar und sehr wissbegierig für alles was sie geboten bekommen.


Die Lehrerin der 6. Klasse an der NCIBIDWANE Primary School hat uns ihren Klassenraum zur Verfügung gestellt.


Wie man sehen kann ist die Inneneinrichtung sehr sparsam gestaltet. Alle Tische sind gleich groß, obwohl in der 6. Klasse die Schüler teilweise schon gar nicht mehr in die kleinen Bänke passen.


Susan hat beim Vorführen der Versuche bei den Lehrern echtes Erstaunen hervor gerufen  und ich wünsche mir wirklich, dass ihre Mühen eines Tages belohnt werden.


Die einfachsten Lehrmethoden sind den Lehrern nicht bekannt und ich vermute, dass da auch eine Absicht des Staates dahintersteckt. Dumme Menschen begehren nicht so schnell auf. Und der Staat tut ja auch viel dafür, dass die ländliche Bevölkerung auch auf dem Land bleibt, wie z.B. der schon erwähnte Häuserbau. Nur in die Ausbildung wird kein Geld gesteckt! 

So meine lieben Leser, dass war es erst einmal mit dem Bildungsprogramm. Jetzt werde ich noch ein paar schöne Tage in Durban verbringen und Tourist sein!

Gestern habe ich mir das Moses Mabhida Stadion, eines der neu erbauten Stadien anlässlich der Fußball-Weltmeisterschaft 2010. Dieses Stadion wird inzwischen vielseitig genutzt: Fußballspiele, Konzerte, Hochzeiten, Aussichtsplattform, Führungen usw.

Ich habe an der 45 Minuten Führung im Innern des Stadions teilgenommen.

Die Sitzbänke im Stadion sollen an Durban erinnern! unten sind fast nur blaue Sitze, das Meer! Nach oben hin wird es sandiger und die Sonne scheint. Und wenn das Stadion mal nicht gut besucht ist, fällt das wegen der bunten Sitze nicht so auf.


Und bin dann der guten Aussicht wegen noch mit dem Cable Car auf das Dach gefahren. Die Aussicht ist grandios.


Der Strand von Durban ist zwar von Hochhäusern eingerahmt, aber eine Stadt am Meer hat einfach was!


5 Minuten mit dem Auto und man ist an der "Golden Mile", kann spazieren gehen, schwimmen, surfen, in eines der vielen Cafes gehen usw.


Abends war ich dann noch in der KZNSA Gallery zu einem Jazzkonzert mit dem berühmten Jazzpianisten. Leider gibt es davon nur ein sehr schlechtes Bild, aber vielleicht bekommt man ja trotzdem einen kleinen Eindruck davon!


Es ist hier einfach ein anderes Leben, alles findet draußen statt, die Menschen sind offen und freundlich, es ist sehr leicht neue Menschen kennen zu lernen, das wird mir zu Hause fehlen.

Was habe ich gelernt?

1. In Südafrika bekomme ich immer wieder vor Augen geführt, mit wie wenig Dingen man sein Leben gestalten kann.
Man muss nicht jeden Schnick Schnack kaufen, besitzen und haben wollen! Hier ist weiterhin Reduktion angesagt! Ich bin ja eher der Sammler und tue mich sehr schwer mit dem Reduzieren!!!

2. Jeder zweite hier fragt mich wo denn mein Ehemann sei. Es stößt hier schon eher auf Unverständnis, dass eine Frau alleine herumreist! Manchmal nervt das echt!!!!!

3. Seitdem ich alleine mit dem Auto durch die Stadt fahren kann, erfahre ich sie mir Stück für Stück. Aber Durbans Stadtplan ist für mich als Orientierungs-Legastheniker nicht einfach zu erschließen, aber es ist machbar! Also nur Mut ihr Alleinreisenden, es geht!

4. Meine Reise geht langsam dem Ende zu, Durban könnte eine Stadt sein in der ich leben möchte, sie hat viele sehr schöne Seiten, das Meer, eine super Musikszene, nette freundliche offene Menschen und nicht zu vergessen das tolle Wetter das ganze Jahr über! Aber genauso freue ich mich darauf, wenn es nächste Woche wieder nach Hause geht! Immer nur aus dem Koffer leben, das ist nichts für mich!