Mittwoch, 5. Februar 2014

Giants Castle

Neuer Tag, neue Schulen!

Um 8:00 holt Fundi mich ab, um wieder einmal viele Schulen zu besuchen, diesmal rund um Giants Castle, ein weiteres Naturreservat von Ezemvelo. 

Im Office holt er nur kurz Zeitungen ab, die er an die Schulen für die Schüler der 6. Klassen verteilen will. Ich beobachte in der Zeit eine niedliche kleine Zebrafamilie. 


Die Schulen in dem Gebiet sind alle sehr unterschiedlich. Groß, sehr klein, sauber und gepflegt aber auch teilweise vermüllt.



Der Plastikmüll, der hier rumfliegt hält sich noch in Grenzen. In den großen Pausen verkaufen Frauen Süßigkeiten, Kekse, Chips und Flips in kleine Tütchen abgepackt. Diese fliegen dann, nachdem sie leergefuttert sind, einfach in der Gegend rum, da es auch keine Mülleimer gibt. 
Die Frauen, die diese nicht besonders nahrhaften Sachen für wenige Cents verkaufen, verdienen damit meist den gesamten Lebensunterhalt der Familie. Aber trotzdem sollte man sich vielleicht mal überlegen, sich mit ihnen zusammensetzten um zu versuchen gesündere Nahrung anzubieten. Da es viele Kinder gibt,o die oft nur in der Schule eine einzige Mahlzeit bekommen, wäre das glaube ich ganz wichtig.

Ezemvelo unterstützt die Schulen dabei sauberer zu werden, lenkt die Aufmerksamkeit darauf, dass, wenn die Schüler sich für eine saubere Umgebung selber einsetzten müssen, sie dann auch in ihrem weiteren Umfeld mehr Verantwortung dafür übernehmen. 

Auch der Anbau von Blumengärten wird deswegen gefördert. Eine freundliche Umgebung bewirkt vielleicht auch, dass die Schüler so etwas dann auch zu Hause umsetzten möchten. 




Leider haben die Schulgärten in den langen Sommerferien von Dezember bis Mitte Januar sehr gelitten, da sich in der Ferienzeit niemand darum gekümmert hat. Aber jetzt wird wieder fleißig Unkraut gerupft und alles auf Vordermann gebracht.


Manchen Schulen hat Ezemvelo ein Fahrrad gespendet, damit auch Schüler von weither zur Schule gehen können.
 Wie auch schon am Montag, war es manchmal recht schwierig zu den Schulen zu gelangen. Straßen waren einfach zu glitschig von dem vielen Regen oder Brücken einfach weggespült. Aber Fundi ist Herr jeder afrikanischen Straßenüberraschung!



Die Schüler haben sich alle gefreut mich zu sehen, weil Weiße nicht so häufig in diese entlegenen Schulen kommen. 



Die Kleinsten Vorschüler werden mit den Autos nach Hause gefahren, weil sie den langen Weg zur Schule noch nicht laufen können.

Was habe gestern ich gelernt:

1. Auch in der ärmsten Schule wird gelernt!

2. Principals are very important!

3. To put a hat on his own head bedeutet, dass man sich selber lobt. Und das mögen Zulus gar nicht.