Montag, 10. Februar 2014

Wagondrift Eduplant Workshop


Heute ging's dann auf zu einem Eduplant Workshop. Dieser fand in Wagondrift statt.

Die Schulen in Kwa Zulu Natal werden unterstützt eigene Schulgärten anzulegen, damit die Schüler daraus eine gesunde Mahlzeit am Tag zu sich nehmen können. Wird mehr produziert als sie für den Eigenbedarf benötigen, kann dies auch verkauft werden und das so erworbene Geld zu Gunsten der Schule eingesetzt werden. 

Bei den Eduplant Workshops werden Lehrer der 6. Klassen darin unterrichtet, wie man einen Schulgarten anlegt.

Pünktlich in "African Time" ging es damit los erst einmal den Begriff Permakultur zu erklären.

Dabei geht es vor allem darum, den Schulgarten so anzulegen, dass z.B. kein künstlicher Dünger verwendet werden soll, eine Fruchtfolge besteht, zueinander passende Pflanzen gesetzt werden, die sich gegenseitig schützen, damit keine Pestizide eingesetzt werden müssen und eine natürliche, biologische Nahrung produziert wird.

Anschließend wurden in einem kleinen Spiel die Gruppen gebildet.
 

Dass wird dann gleich wieder ganz schnell zu einem lustigen Happening.

Diese Gruppen durften sich dann von vorgegeben Begriffen zwei aussuchen und versuchen sie mit eigenen Worten zu erklären.


Meine Gruppe hat sich über meine mangelnde Mitarbeit beschwert. ;-)


Das Vorstellen der Ergebnisse fällt auch manchen Lehrern noch schwer.


Besonders lustig war der Begriff "Lazyness", die Lehrer gaben sich soviel Mühe zu erklären, warum man beim Garten anlegen nicht faul sein darf. Dabei ging es dann doch eher um das ökonomische Anlegen des Gartens, wie zum Beispiel den Garten nicht zu weit von der Wasserquelle entfernt anzulegen, den Komposter in der Nähe zu haben usw.

Anschließend ging es an die Gruppenarbeit. 

Gruppe 1: Planzen, die gut für unsere Gesundheit sind und was sie bewirken.



2. Gruppe: Welche Pflanzen kann man gut zusammen anbauen?

 

3. Gruppe: Wie züchte ich die Pflanzen vor und setze die Setzlinge dann aus. Anders als bei uns bevorzugt man dafür schattige Plätze. Wer weiß warum?




Zum Schluss gab es über die Veranstaltung für jede Schule ein richtig tolles Handout! Durchgeführt wurde der Workshop von der "Food and Trees Organisation" unterstützt von Ezemvelo, die den Transport, die Räumlichkeiten und das Catering zur Verfügung stellten.



Wenn sich die Schulen für dieses Programm bewerben und sie aufgenommen werden, ist das eine richtig tolle Sache, die für die Schulen in den sehr abgelegen Gebieten hier dann echten Fortschritt bedeuten können. Die ländlichen Schulen sind sehr arm, dieses Programm will die Schulen fördern das Vorankommen einer Schule in die Hände der Schule selbst zu legen. 

Man könnte kurz zusammenfassend sagen: 

Je besser und erfolgreicher der eigene Schulgarten funktioniert, desto mehr Zuwendungen bekommt die Schule dann auch von Food and Trees und Ezemvelo. 
 
Was habe ich heute gelernt:
 
1. Gewürze, die wir täglich in unserer Küche benutzen wie Basilikum, Rosmarin, Ingwer oder auch Knoblauch kennen hier viele gar nicht!
 
2. Die Ausbildung der Lehrer in SA ist teilweise sehr oberflächlich und viele Dinge, die sie sich nicht erklären können werden mit Magie oder Gotteswille erklärt.
 
3. Die Lehrer in der Fortbildungsveranstaltung waren alle sehr wissbegierig und ernsthaft bei der Sache und möchten gerne in das Programm aufgenommen werden.